Batterien:
Solarpaneele:
Verbraucher:
Stand der Dinge 17/09/14 Jan und Keno konnten qualitativ feststellen, das in den bisherigen Installationen Überschussenergie anfällt. Eine quantitative grobe abschätzung ergab, dass diese je nach Standort und Größe des Systems ausreicht, um zwischen 10 und 50 Handyakkus von ca. 3Wh zu laden. Auf dieser Grundlage sollen in einem nächsten Schritt verschiedene Excess Energy Management Tools zur Handyladung getestet werden.
Praktikumsausschreibung 2013:
SEWA ist seit über 15 Jahren in Burkina Faso tätig und fördert seit dem die Nutzung von Solarenergie, insbesondere im ländlichen Raum. Ein Fokus unserer Arbeit liegt auf der Elektrifizierung von Schulen und Krankenstationen mit angepassten Lösungen zur abendlichen Beleuchtung (Siehe [1] für ausführliche Projektinformationen). Die Installationen dienen primär dazu, die Beleuchtung während des Schulunterrichts und medizinischer Behandlungen zu ermöglichen. Beides kann häufig nur abends/nachts stattfinden, so dass elektrisches Licht einen essentiellen Faktor für Schulbildung und medizinische Versorgung darstellt. Der inzwischen flächendeckend verfügbare Mobilfunk nimmt in Entwicklungsländern zunehmend eine wichtige soziale und entwicklungspolitische Stellung ein, da ansonsten im ländlichen Raum der Bevölkerung
keine Kommunikationseinrichtungen zur Verfügung stehen (Festnetz gibt es oft nicht). Daher soll untersucht werden ob die Anlagen funktional erweitert werden können, um sekundär als Handyladestation zu dienen, ohne dass dabei darunter die Nutzung der Beleuchtung leidet
Anmerkung: Die Beleuchtung in den Schulen soll den Schülern die Möglichkeit bieten, Hausaufgaben zu erledigen, Nachzuarbeiten und insbesondere sich auf die Prüfung zum Abschluss der sechsten Klasse vorzubereiten (CEP). Der Unterricht findet tagsüber bei tageslicht statt. Auch die medizinische Versorgung ist tagsüber gegeben. Allerdings ist für Notfälle und für Geburten eine ausreichende Beleuchtung in der Nacht essentiell. (Keno 11.08.14)
U.a. beinhaltet dies:
Projekt von Arwed Milz:
Pilotversuche zu solarem Handy- und Akkuladen in Gourgou, Burkina Faso.
batteriereferat_arwed_milz_2013.pdf
Die Installation einer großen Handyladestation scheint organisatorisch zu aufwändig. Yeral und Souley raten dringend davon ab, mit der Begründung, dass der Schulbetrieb gestört werden könnte, für diejenigen die den Energiezugang kontrollieren ein „Buisnes“ entstehen könnte oder Konflikte bezüglich des Zugangs zur Energie auftreten könnten.
Die Überschuss-Energie soll daher zunächst den Lehrern zur Verfügung gestellt werden, damit diese ihre Handys und gegebenfalls eigene Batterien aufladen können. Da Lehrer in der Regel nicht aus dem Dorf kommen, sondern vom Staat dorthin entsandt werden, nehmen sie eine Sonderrolle ein. Es ist davon auszugehen, dass die Dorfgemeinschaft eine Bevorzugung der Lehrer in der Energienutzung akzeptiert.
Nach den ersten Erfahrungen mit der Nutzung der Überschussenergie sollte die Möglichkeit eine größere Ladestation zu installieren noch einmal überdacht werden.
Entsprechend der Entscheidung, die Nutzung der Überschussenergie lediglich den Lehrern zu gestatten, reichen zwei Steckdosen an einem Standort aus. An einem Tag lassen sich mit zwei Steckdosen ca. 4 Handys aufladen bei drei Stunden Ladezeit). Bei maximal 8 Lehrkräften pro Schule und einer Akkulaufzeit von ungefähr einer Woche pro Handy, sollten der Energiebadarf für Handyladung bereits durch eine Steckdose vollständig gedeckt sein geht man von zwei Handys pro Lehrer aus. Bei 16 Handys könnte jedes Handy alle 5 Tage geladen werden. Die zweite Steckdose kann folglich zum Laden von Batterien genutzt werden. Beide Steckdosen sollen auf 12V betrieben werden (Zigarettenanzünder von Auto). Entsprechende Adapter zum Laden der Handy sind in Burkina Faso leicht verfügbar. Zur Ladung einer zweiten Batterie sollen die Lehrer ebenfalls selber die nötigen Kabel und Adapter besorgen.
Um sicherzustellen, dass die Primärfunktion der Solaranlagen -die Beleuchtung der Schulen- nicht beeinträchitgt wird bestehen drei unterschiedliche Konzepte zum Excess-Energy-Management, die alle drei getestet und evaluiert werden sollen:
Ausgangsregelung
Hinter das jeweilige Management-Tool sollen die beiden Steckdosen installiert werden. Jede Steckdose soll mit einer grüen LED ausgestattet werden, die leuchtet sobald an der Steckdose Spannung anliegt. Der Strom jeder Steckdose soll begrenzt werden. Wenn die Anlage nur zum Handyladen dienen soll, genügen 0,5A Pop-Sicherungen. Soll die Anlage auch Batterien laden können, muss ein Mechanismus zur Strombegrenzung eingebaut werden (keine Sicherung, die den Stromkreis unterbricht), der den maximalstrom auf 5A stabilisiert. Die Steckdosen sollen im Direktorbüro installiert werden.
In ihrem Praktikum werden Barbara und Jens die drei Möglichkeiten zum Energiemanagement testen, miteinander vergleichen und evtl. optimieren.
Alle Einkäufe müssen bis spätestens 6.9. an Jens geliefert sein: Jens Brand, c/o Christoph Reuter, Mumsenstr. 3, 22767 Hamburg
Phocos-Geräte:
Bestellung bei Solarc. Souley ist zwar auch offizieller Phocos-Händler, kann aber nur nach Burkina geliefert bekommen und das dauert zu lange.
| Gerät | Anzahl | Einzelpreis | Gesamtpreis | Status |
|---|---|---|---|---|
| DCL (DC-DC-Wandler mit Überschussenergiemanagment) | 02 | 30,20 € | 60,40 € | bestellt am 31.08.2014 |
| | kann von MicroSow gekauft werden |
Datenlogger:
Bestellung bei http://www.datenlogger-store.de
| Gerät | Anzahl | Einzelpreis | Gesamtpreis | Status |
|---|---|---|---|---|
| VoltFoxMaxi (ohne Speichererweiterung) | 02 | 154,70 € | 309,40 € | bestellt am 01.09.2014 |
| Messbereich-Adapter 0-24 V | 02 | 20,23 € | 40,46€ | bestellt am 01.09.2014 |
| | 20,23 € | 40,46 € | nicht notwendig | |
| Summe | 349,86 € |
Elektronikbauteile etc.:
Hier bitte Boards, ICs, Widerstände, etc. eintragen.
| Bauteil | Anzahl | Einzelpreis | Gesamtpreis | Status |
|---|---|---|---|---|
| Kemo Batteriewächter | 5 | 16,20 € | 81,00 € | bestellt am 22.9.14 |
| Pop-Sicherungen | 5 | 14,04 € | 70,20 € | bestellt am 22.9.14 |
| Multifuse-Sicherung (Ihold=0,25A/Itrip=0,5A) | 10 | 0,28 € | 2,80 € | bestellt am 22.9.14 |
| Multifuse-Sicherung (Ihold=0,3A/Itrip=0,6A) | 10 | 0,28 € | 2,80 € | bestellt am 22.9.14 |
| Multifuse-Sicherung (Ihold=0,4A/Itrip=0,8A) | 10 | 0,28 € | 2,80 € | bestellt am 22.9.14 |
| Anzeigen LED | 50 | 0,22 € | 11,00 € | bestellt am 22.9.14 |
| Vorwiderstände 5kOhm | 50 | 0,11 € | 5,50 € | bestellt am 22.9.14 |
| LED-Fassung (Kunststoff) | 50 | 0,19 € | 9,50 € | bestellt am 22.9.14 |
| LED-Fassung (Gummi) | 50 | 0,14 € | 7,00 € | bestellt am 22.9.14 |
| Messwiderstand für Strommessungen, 10 mOhm/4W | 10 | 1,41 € | 14,10 € | bestellt am 22.9.14 |
| Messwiderstand für Strommessungen, 100 mOhm/5W | 10 | 0,51 € | 5,10€ | bestellt am 22.9.14 |
| Batterien für Winddatenlogger | 5 Packung a 4 Batterien | |||
| Batterien für Winddatenlogger | 5 Packung a 4 Batterien | 43,75 (auf Rechnung, Jens bitte Rechnung an Nils) | bestellt | |
| Kunststoffgehäuse | 2 | 2,65 € | 5,30 € | bestellt am 22.9.14 |
| Bananenstecker-Buchse (4mm) | 4 | 0,62 € | 2,48 € | bestellt am 22.9.14 |
| LED-Lampen (3,5W) für Klassenräume | 25 | 4,99 € | 124,75 € | nicht bestellt |
| LED-Lampen Alternative (warum 12V/50Hz?) | 25 | 5,95 € | 148,75 € | nicht bestellt |
| Summe | ohne LED-Lampen | 263,33 € |
In den Systemen folgender Schulen bzw. CSPS wurden Handyladesteckdosen installiert:
| Ort | Überschussregler | Abschaltspannung Kemo | Ergebnisse |
|---|---|---|---|
| école Foulla | Kemo 148A | 13,3 V (Anschlag rechts) | Logger falschrum angeschlossen –> nichts gemessen |
| école Boron | Kemo 148A | 13,0 V (Kreuz senkrecht) | Kemo gibt nur in den ersten Tagen zweimal Überschuss frei, dann nicht mehr. Warum? Ferien? |
| école Gambo A | Kemo 148 | 13,1 V (fast senkrecht) | Kemo war zuerst auf rechts gestellt, nach erstem Besuch etwas weiter nach links gedreht. Angeblich funktioniert Handy laden nicht, Bei Jens klappt es aber. Plastikteil steckte in 12V-Buchse |
| école Issiri-Yaoghin | Kemo 148A | 13,3 V (Anschlag rechts) | Keine Logger angeschlossen, da zu weit weg von Ouaga Wird zuerst nicht genutzt, weil kein Adapter vorhanden, dann funktioniert es nicht |
| CSPS Rakaye | Phocos DCL | System funktioniert, aber wird nicht benutzt, weil Krankenschwester eigene Solaranlage hat. Angeblich ist wegen Überschussregler die Batterie schneller leer (unlogisch, wenn sie gar nicht genutzt wird). Trotzdem bauen wir das System wieder ab |
Da auch mit zwei Steckdosen zum Handyladen nicht alle überschüssige Energie genutzt werden kann und durch die Umstellung von CFL- auf LED-Lampen der Verbrauch noch weiter sinken wird, haben wir überprüft, ob auch eine geringere PV-Leistung und eine kleine Batterie den Anforderungen genügen können.
Der Bericht dazu hier.
= 12 x 11 W = 132 W
= 20 x 4 W +11 W = 91 W
Stand der Dinge 17/09/14
Die Messungen von Jan und Keno haben ergeben, dass eine Konfiguration mit 9 LED-Lampen einen Klassenraum besser beleuchtet als eine Konfiguration aus 5 CF-Lampen. Gleichzeitig wird die Leistungsaufnahme um 43% gesenkt und damit die Leuchtdauer um 75% gesteigert bei gleicher zur Verfügung stehender Energiemenge. Genauere Infos: siehe Bericht LED.
Da wir aus den Ergebnissen zur Messung der Energiebilanz wissen, dass im Mittel signifikant mehr Energie zur Verfügung steht, als nachgefragt wird, scheint es sinnvoll eine in zwei Klassenräume mit mit einem Panel 85WP und einem Akku 70Ah zu betreiben. Jeder Klassenraum wird mit 9 LED-Lampen ausgestattet, die Außenbeleuchtung und die des Direktorbüros werden durch 2 LED-Lampen gewährleistet.
gegenüber zuvor
Daraus ergibt sich eine Beleuchtungszeit T_LED=1,71*T_CFL bei gleicher Energiemenge. Halbieren wir die Energie für die LED-Konfiguration, so ergibt sich T_LED=0,86*T_CFL, was nach wie vor als ausreichend erachtet wird.
Weiteres Vorgehen 17/09/14
Barbara bringt LED-Lampen für mindestens eine LED-Installation mit. Mehrkosten der LED-Lampen decken sich ungefähr mit den Einsparungen, die aus der Verwendung eines einzelnen Panels erfolgen (interner Preis =50€), aber wir sparen ein Modul!
Kostenvoranschläge / Rechnungen von MicroSow:
Was wollen wir messen? In welcher Einheit?
| Bezeichnung | Einheit | Beschreibung | Relevanz | Potentielle Datenquellen |
|---|---|---|---|---|
| Erzeugung: | ||||
| Betriebsspannung der PV-Module | Volt | Spannung an den PV-Klemmen des Ladereglers über mehrere Betriebstage. Auflösung: 15 Minuten. | Bestimmung der theoretisch verfügbaren Energie | |
| Ausgangsstrom der PV-Module | Ampere | Strom an den PV-Klemmen des Ladereglers über mehrere Betriebstage. Auflösung: 15 Minuten. | Bestimmung der theoretisch verfügbaren Energie | |
| Verbrauch: | ||||
| Lastgang für die Beleuchtung eines Klassenzimmers | Watt | Energieverbrauch der Lampen für den Fall, dass die Anlage nicht an ihre Kapazitätsgrenze kommt. Auflösung: 15 Minuten. | Analyse des Energiebedars | |
| Lastgang für das Laden eines Handys | Watt | Energieverbrauch eines üblicherweise verwendeten 12-Volt-Handyladers für eine Handyladung. Auflsöung: 15 Min. | Analyse des Energiebedars | |
| Batterie: | ||||
| Batteriespannung | Volt | Spannung an den Batterie-Klemmen des Ladereglers | Abschätzung des Ladezustands | |
| Batteriestrom | Ampere | Strom an den Batterie-Klemmen des Ladereglers (positiv oder negativ) | Messung des Energieflusses | |
| Zeitmessungen: | ||||
| Uhrzeit der Volladung [scheint mir keine neue Messung zu sein, sondern würde ich über einen Schwellwert von Ladestrom (unter x Ampere) oder Spannung an der unbelasteten Batterie (über x Volt) messen, oder? ; JanW] | Uhrzeit | Durchschnittliche Uhrzeit, bei der die Solaranlage eine komplett leere Batterie aufgeladen hat. | Abschätzung der Überschussenergie. | |
| Ausleuchtung: | ||||
| Beleuchtungsstärke | Lux | Beleuchtungsstärke an verschiedenen Punkten im Klassenzimmer mit verschiedenen Leutmitteln und Montagealternativen. | Evaluierung von Leuchtmitteln und Positionierung | Luxmeter |